Die Geltendmachung des dem Vermieter entstandene Schadens ist nicht abhängig davon, dass der Vermieter Mängelbeseitigungsmaßnahmen in der Wohnung auch durchgeführt hat.


Es besteht - wie bei Verkehrsunfällen - die Möglichkeit, den Schaden abstrakt anhand eines Gutachtens eines Sachverständigen oder eines Kostenangebots eines Malermeisters zu ermitteln und diesen Betrag geltend zu machen. Bei dieser abstrakten Schadensberechnung kann die gesetzliche Mehrwertsteuer (Umsatzsteuer) nicht geltend gemacht werden, somit nur der Nettobetrag.


Das Gutachten oder das Kostenangebot müssen ein Aufmaß der Wohnung enthalten, damit die aufgeführten Preise auch zuzuordnen sind.

Da das zu einem späteren Zeitpunkt mit der Angelegenheit befaßte Gericht die Wohnung nicht selbst in Augenschein nimmt, muss ihm der Zustand der Mietsache genauestens dargelegt werden und im Falle des Bestreitens durch den Mieter auch bewiesen werden.


Es sollten daher Zeugen zur Verfügung stehen, die den Zustand der Mietsache auch nach Ablauf eines längeren Zeitraums noch beschreiben können. Zudem sollten umfangreich Fotografien der Mietsache angefertigt werden, um dem Gericht einen umfassenden Vortrag darlegen zu können.