Wohnfläche

Die Wohnfläche einer Wohnung wird berechnet anhand der Wohnflächenverordnung oder - bei sozialem Wohnungsbau - nach der II. Berechnungsverordnung.


Die Fläche der Wohnung bzw. der gemieteten Räumlichkeiten hat große Bedeutung z.B. für die Abrechnung der betriebskosten, da nach dem Willen des Gesetzgebers im Falle des Fehlens einer Vereinbarung der Mietvertragsparteien betreffend den anzuwendenden Umlagemaßstab und bei Nichtgegebensein einer verbrauchs- bzw. verursachungsabhängigen Ermittlung und Abrechnung die Quadratmeterfläche des Objekts maßgebend für die Umlage der Betriebskosten sein soll.

Auch die Heizkostenabrechnung schreibt in den allermeisten Fällen der Verteilung der Kosten für Heizung und Warmwasser eine anteilige Umlage der Kosten auf die Quadratmeterfläche des Objekts vor.


Die Fläche des Mietobjekts hat auch Bedeutung für ein Mieterhöhungsbegehren des Vermieters. Da der Gesetzgeber dem Vermieter untersagt, bei einem Mieterhöhungsbegehren die ortsübliche Vergleichsmiete zu überschreiten, ist für die Vergleichbarkeit von Wohnraum auch die Größe maßgebend.


Während der Bundesgerichtshof lange Zeit die Auffassung eingenommen hat, die im Mietvertrag angegebene mit dem Zusatz „ca.“ vorgenommene Flächenangabe der Wohnung/des Geschäftsraums diene lediglich der Beschreibung des Mietobjekts und könne vom Mieter nicht zur Geltendmachung von Ansüprüchen heran gezogen werden, wird nunmher die Auffassung vertreten, dass bei einer erheblichen Abweichung der tatsächlichen Quadratmeterfläche von dem im Mietvertrag genannten Quadratmeterfläche dem Mieter ein Anspruch auf Minderung der vereinbarten monatlichen Miete zustehen soll.

Erheblich soll die Abweichung dann sein, wenn diese 10% und mehr beträgt.