Ortsübliche Vergleichsmiete

Die ortsübliche Vergleichsmiete wird relevant bei einem Mieterhöhungsbegehren des Vermieters gegenüber einem Mieter im preisfreien Wohnraum während eines laufenden Mietverhältnisses.


Ist keine Staffelmiete oder eine Indexmiete vereinbart und können sich die Vertragsparteien nicht auf eine neue Miete einigen, so bedarf es für die Durchsetzung eines Mieterhöhungsbegehrens durch den Vermieter der Einhaltung des Verfahrens gemäß §§ 558 ff BGB.

Unter anderem hat der Vermieter hierbei zu beachten, dass sich die von ihm geforderte Miete innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 15 Prozent erhöht und die von ihm verlangte Miete nicht die ortsübliche Vergleichsmiete überschreitet.


Die ortsübliche Vergleichsmiete wird in den allermeisten Fällen anhand eines Mietspiegels der Stadt oder der Gemeinde ermittelt.

Beim Neuabschluss eines Mietvertrages kann zwar die ortsübliche Vergleichsmiete als Orientierungswert beachtet werden, die jedoch kommt der ortsüblichen Vergleichsmiete keine Bindungswirkung wie im Falle eines Mieterhöhungsbegehrens zu.

Auch bei der Vereinbarung einer Staffelmiete oder eine Indexmiete auch während des laufenden Mietverhältnisses ist die ortsübliche Vergleichsmiete nicht zu berücksichtigen, da es sich bei die Vereinbarung einer der beiden genannten Mieterhöhungsmöglichkeiten um eine Vereinbarung außerhalb des starren Mieterhöhungsverfahrens der §§ 558 ff BGB handelt.


siehe auch >> Mieterhöhung